Herbst 2017 und Winter 2018: Die Freude der Fische

Zhuangzi. Der Gesamttext und Materialien

Aus dem Chinesischen von Viktor Kalinke

900 S., gebunden

enthält außer der deutschen Übersetzung den Originaltext der altchinesischen Standardausgabe, die Pinyin-Lautumschrift, ein vollständiges Glossar mit Konkordanz zum Buch Laozi sowie zahlreiche Anmerkungen und Kommentare

 

Gregor Mirwa: Eine Sekunde vor dem Erwachen

Gedichte

Die vorliegende Auswahl umfasst Gedichte der letzten Jahre – allesamt entstanden („ich schwöre es!“) eine Sekunde vor dem Erwachen. Ich stelle mir vor, dass die Gedichte Dinge sind, die einen anschauen. Oder Tiere. Oder Blätter.

 

Semke, Hein: Hannes, der Rammer

Roman-Versuch

Hamburg zwischen 1919 und 1923. Semke spielt auf politische Persönlichkeiten an, ändert aber deren Namen: aus Carl Langer wird Fritz Kurz, aus Ernst Thälmann wird Ernst Uhlmann. Im zweiten Teil der Novelle erzählt Semke eine Liebesgeschichte.

Der Text, ein Manuskript aus losen Blättern, zur Drucklegung kam es zu Semkes Lebzeiten jedoch nicht. Die hier vorliegende Erstveröffentlichung ist Hein Semkes Lebensgefährtin, der Germanistin Teresa Balté in Lissabon, zu verdanken.

Bernhof, Reinhard: Unbekannte Reise nach Irkutsk

Kein Tagebuch, sondern Notizen, so genau wie nur möglich. Meine Aufzeichnungen über Irkutsk, Bratsk, Nowosibirsk, Akademgorodok kamen mir mit der Zeit riskant vor. Irgend etwas liegt da noch verborgen, dachte ich nach 1989 und nach dem unerwarteten Sturz von Gorbatschow und der damit verbundenen Beendigung der Sowjetunion.

Inskriptionen No. 9: geheimzustände

Anthologie experimenteller Dichtung und Prosa
hg. von Viktor Kalinke & Isabell Barthel

Mit Malerei von Marion Quitz

Auswahl der besten Texte von April 2016 bis März 2017

 

Frühjahr und Sommer 2017: Steck dir dein Scheiß Rosa sonst wohin

Von Weiß bis Schwarz

Erzählungen portugiesischer Autorinnen

herausgegeben von Ângela Maria Pereira Nunes, Cornelia Sieber & Yvonne Hendrich

Mit Illustrationen von Rita Roquette de Vasconcellos
234 S.

Texte von Ana Luísa Amaral, Ana Zanatti, Clara Ferreira Alves, Elgga Moreira, Eugénia de Vasconcellos, Lídia Jorge, Maria Isabel Barreno, Maria Teresa Horta, Raquel Freire, Rita Roquette de Vasconcellos, São José Almeida, Yvette K. Centeno.

Ein Projekt des FTSK/Germersheim

Die zwölf Erzählungen dieser Anthologie reflektieren ein vielfarbiges Spektrum weiblicher Denk- und Schreibtraditionen.

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Katkus, Laurynas: Moskauer Pelmeni

Essay
Aus dem Litauischen von Claudia Sinnig

Dieser autobiographische Essay erkundet die geschichtlich motivierte Hassliebe zwischen Litauern (stellvertretend für Ostmitteleuropäer) und Russen. Aufgewachsen in einer zweisprachigen Umgebung im sowjetischen Vilnius, schildert der Autor Einflüsse der russischen Denkweise, Reisen durch Russland, die Auseinandersetzung mit der russischen Literatur und Kunst sowie die Jahre der Perestroika, die Unabhängigkeitsbewegung und schließlich persönliche Bekanntschaften mit russischen Schriftstellern und Intelektuellen. In Litauen wurde der Essay noch vor der Ukraine-Krise veröffentlicht und löste ein weites Echo in der Literaturkritik aus. Die gegenwärtigen Schwierigkeiten des Westens, Russlands Mentalität zu verstehen, verleihen ihm erneut Aktualität.

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Norwid, Cyprian: Vademecum

Gedichte. zweisprachig
Aus dem Polnischen von Peter Gehrisch

„Vade-mecum“ ist das Hauptwerk des polnischen Dichters Cyprian Kamil Norwid (1821-1883). Es steht im Rezeptionszusammenhang mit Charles Baudelaires „Les Fleurs du Mal“ (Die Blumen des Bösen) und gilt wie dieses als eines der wichtigsten Zeugnisse am Beginn der europäischen Moderne.

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Hurna, Myron: Erlkönigs Erlösung

Gedichte

Erlkönigs Erlösung versammelt Gedichte aus den Jahren 2010 bis 2015, die die Vielfalt poetischen Sprechens aufzeigen wollen. Sie horchen die Sprache ab nach semantischen und lautlichen Eigentümlichkeiten, graben nach etymologischen Wurzeln und bergen vergessene Worte.

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Popovic, Milorad: Scheidewege

Gedichte, zweisprachig.
Aus dem Montenegrinischen von Cornelia Marks

Ein umfangreicher Sammelband des Lyrikers – er enthält 7 Gedichtzyklen mit insgesamt 183 Gedichten - hier wird eine Auswahl vorgelegt, die von der Übersetzerin Cornelia Marks getroffen wurde.

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Vikaite, Mala (Hg.): Sprung aus der eigenen Ecke

Neue litauische Prosa

Diese Anthologie versammelt Texte, die im ersten Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende entstanden, als Litauen schon „auf dem besten Wege“ war, durch NATO- und EU-Beitritt politisch „im Westen anzukommen“, sich gleichzeitig aber noch mit den nagenden Fragen nach kultureller Identität, Erinnerungskultur und Vergangenheits­bewältigung herumschlug.

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Herbst 2016 und Winter 2017: denkspurrillen

Maurice Genevoix: Nahaufnahme des Todes

Aus dem Französischen von Jürgen Strasser

Im Mittelpunkt des Schreibens von Maurice Genevoix steht der Mensch im Spannungsfeld zur freien Natur und zum Tod. In Nahaufnahme des Todes setzt er sich aus der Distanz von 60 Jahren mit den Geschehnissen auf den Schlachtfeldern um Verdun auseinander, als stünde der alte Mann nocheinmal dem jungen Soldaten gegenüber mit dem Ziel, „daß er und ich unsere Zeugenberichte gegenüberstellen, sie vereinen können und damit ihre Kraft verstärken und ihr Echo verlängern.“ Nahaufnahme des Todes ist das erste in deutscher Sprache erschienene Werk des französischen Erfolgsautors.

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Dordshdsowdyn Enchbold: Paanan

Die Geschichte von Zermaa, Zeweg und einer Hündin, die ein Geschenk des Himmels war
Aus dem Mongolischen von Renate Bauwe

Mit Zeichnungen von Erschüügijn Otgonbajar

Die Zeit scheint stillzustehen in Zermaas Heimat, einem einsamen Steppental im Süden der Mongolei. Eine Zeitlang leben Zeweg und Zermaa wie im Rausch; alles, was sie anfassen, gelingt ihnen – ihr Glück scheint vollkommen. Da zieht eines Tages ein Fremder bei ihnen ein, Bawuu, ein LKW-Fahrer aus Ulaanbaatar, der wegen eines Schadens an seinem Wagen eine Zeitlang die Gastfreundschaft des jungen Paars in Anspruch nehmen muss. Während Zewegs Abwesenheit vergewaltigt er Zermaa. Weil sie ihrem Mann nicht wehtun möchte, verschweigt sie diesem das Vorgefallene, und ergibt sich schließlich Bawuus Verführungskünsten. Aus Scham und Verzweiflung verlässt sie schließlich ihren Mann und folgt Bawuu nach Ulaanbaatar. Zeweg betäubt sich mit Alkohol...

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Uwe Nösner: Geschichte der theosophischen Ideen

Wege zu den Quellen schöpferischer Religiosität
Mit neun farbigen Wortbildern und einer Bildtafel von Jürgen Dreißig

In den acht Kapiteln seines religionsgeschichtlichen Werkes schlägt Uwe Nösner einen Bogen von der Mystik der Upanishaden bis hin zu Rudolf Steiners Anthroposophie.
Am Anfang ordnet er theosophisches Denken in die Geschichte der religiösen Ideen ein, wo es in allen Weltreligionen seinen Ursprung besitzt. Er charakterisiert die neue spirituelle Dimension, die seit dem 7. vorchristlichen Jahrhundert in Erscheinung tritt und in der bereits alle Grundsätze theosophischen Denkens und Seins wie die Lehren von der Wiederverkörperung des Geistes und den Ebenen der Welt und des Menschen formuliert worden sind.

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Milan Hrabal: Eine schimmernde Wabe Glimmer

Gedichte
Aus dem Tschechischen von Róža Domašcyna

Auseinandersetzung mit sich selbst, der Welt seiner Kindheit, der Religion und der Geschichte - Auseinandersetzung meint nicht Abrechnung, das zu betonen, ist ihm wichtig. Wichtig ist der genau hingewandte, ja zugewandte Blick. Dazu kommt im Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Polen das Vor-Augen-Führen einer Versehrtheit der Umwelt, die vor Ländergrenzen nicht halt macht. Das Abholzen ganzer Wälder, verwüstete Landstriche, karge, steppenähnliche Tagebaufolgelandschaften. Eine ausgebeutete, unbefestigte Gegend, wie man sie auch anderswo auf der Welt findet. Genügend Stoff, um sich im Gedicht daran zu reiben. Und ganz selbstverständlich drängen dabei solche Themen in den Text, die an Wichtigkeit nichts einbüßen: geboren werden, Leben, Sterben. Milan Hrabals Gedichte sind verknüpft mit dem Dasein. Durch diese unbedingte Nähe sind sie um so eindringlicher.

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Walter Thümler: Immer geschieht etwas

Gedichte

„Immer geschieht etwas“ ist Walter Thümlers sechster Gedichtband. Seine Gedichte thematisieren unsere Angst vorm Leben, unser Eingesperrtsein in die eigene Vorstellungswelt und die unausweichliche Tatsache von Krankheit und Tod. Angesichts dessen ist Wehmut die kontrapunktierende Stimmung einer grundsätzlichen Bejahung allen Daseins und Feier der Schönheit der Erde. Auffälliges Merkmal ist das Ausbleiben der Ironie. In Walter Thümlers Bestandsaufnahme der conditio humana klingt immer Hoffnung mit, Ausblicke ins Lachen und Lächeln.

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Viktor Kalinke & Cecilie Larsen (Hg.): denkspurrillen

Inskriptionen No. 8

mit 7 Aquarellen von Hermann Naumann, buchkünstlerische Gestaltung mit Fenster im Umschlag, limitierte Ausgabe, umfaßt die Auswahl der besten Texte von April 2014 bis März 2016

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Frühjahr und Sommer 2016: Schönheit und Schrecken

Granaz Moussavi: Gesänge einer verbotenen Frau
Gedichte, zweisprachig

Ausgewählt und aus dem Farsi
übertragen von Isabel Stümpel

Der zweisprachig in Deutsch und Farsi vorliegende Band bietet einen Querschnitt durch Granaz Moussavis Schaffen und damit durch die Träume, Enttäuschungen und Zufluchten der nach-
revolutionären Generation Irans, namentlich der Frauen, deren Stimme vor dem islamischen Gesetz nur die Hälfte zählt und deren
Kreativität und Mobilität allenthalben beschnitten werden.

„...Wände, Wände
zum Wahnsinnigwerden ...”

Platz 1 der LITPROM-Bestenliste im Sommer 2016

 

Wolfgang Eschker: Blitze und Blitzableiter
Aphorismen

Der Aphorismus als literarische Kunstform hat in Eschker einen geistreichen und eigenständigen Neuschöpfer gefunden. Was er scheinbar leichthin zu Papier bringt, ist Tiefsinn und Lebensweisheit. Was wie müheloses Hervorsprudeln von Gedanken aussieht, erweist sich bei näherer Betrachtung als Genialität.

Johannes von Saaz: Der Ackermann und der Tod
Aus dem Frühneuhochdeutschen von Hubert Witt

Um das Jahr 1400 hat Johannes von Saaz sein einzigartiges Büchlein vom Ackermann und dem Tod verfasst. Es erwies ihn als den größten deutschsprachigen Dichter seiner Zeit.

Die vorliegende Ausgabe greift auf den Erstdruck von 1462 zurück, der als Faksimile wiedergegeben wird. Beigefügt ist eine Neuübertragung aus dem Frühneuhochdeutschen von Hubert Witt, die Wert darauf legt, das Poetische und Gestische der Vorlage möglichst zu bewahren. Schließlich folgt die Wiedergabe von 33 Lithographien Rolf Münzners: einem Bild-Zyklus, der aus der Begegnung mit diesen Texten hervorgegangen ist.

Mayjia Gille: Seit Tagen warte ich in den Sarottihöfen
Gedichte

Mayjia Gille sagt: „Gedichte läßt man nicht warten“. Diesem Respekt gegenüber einer literarischen Form begegnet man heutzutage nur noch äußerst selten. Üblich ist eher die Anmaßung, Gedichte solange warten zu lassen, bis man sie mit dem Füllgut versehen hat, das da draußen dazu taugt, erfolgversprechend und intellektuell angepaßt in den feuilletonistischen Konferenzsaal gebeten zu werden. Aber nur mit Liebesgedichten und „Salpeter an der Schulter“ dürfte das gründlich mißlingen, wie die Erfahrung schon immer gezeigt hat. Aber Mayjia Gille läßt sich einfach nicht „mit Verlorenheiten abspeisen“, sie geht unbeirrbar ihren Weg als Liebende und entführt uns in ihren Gedichten in die filigrane Architektur moderner Hoffnungslosigkeit und feinsinniger Zuneigung. „Du liebtest mich auf einer Glanzstimmgabel.“ „Ihr Auge tränt in der Ruhigstellung“, denn: „soviel Glück gab es noch nie". Thomas Kunst:Vorwort zu Mayjia Gilles Buch

Verica Tričković: Im Steinwald
Gedichte

„Das Mittelmeer, seine Städte, seine Landschaften, schwerer Lavendelduft, der gefangene Himmel zwischen den Bergen, Hängebrücken, alte Mythen – eine trügerische Idylle, in der vor kurzem schreckliche Kriege wüteten. Verica Tričković befreit ihre Heimat von der einseitigen Zeitungsaktualität und holt sie zurück in den Naturzustand. Nicht anders geht die Dichterin mit den Städten ihrer zweiten Heimat vor. Städte und Landschaften können nichts dafür, wie Menschen mit ihnen umgehen. Die Bitterkeit der Geschichte, der eigenen und der globalen, liegt woanders.“ Olga Martynova und Oleg Jurjew

Rodríguez Núñez, Victor: Mit einem seltsamen Geruch nach Welt
Gedichte. Spanisch - Deutsch. Aus dem Kubanischen Spanisch von Udo Kawasser

Víctor Rodríguez Núñez legt eine umfassende Auswahl seines dichterischen Schaffens vor, die hier sowohl im Original als auch erstmals in deutscher Übersetzung erscheint.

„Víctor Rodríguez Núñez ist für mich ein einzigartiger Dichter.Nur wenige haben die Gabe, so viele Saiten anzuschlagen, mit Vallejo in ein Zwiegespräch zu treten und gleichzeitig so frei und einzigartig zu sein. Nur wenige können so nett, alltäglich, wunderbar seltsam und Gewinner der Geschichte zugleich sein. Und seine Zweige und Wurzeln sprießen weiter.“ Tomaš Šalamun

Dana Todorovic: Das tragische Schicksal des Moritz Tóth
Roman, aus dem Serbischen von Elvira Veselinović

Das tragische Schicksal des Moritz Tóth beginnt mit der Geschichte eines ehemaligen Punkrockers, der unerwartet einen Anruf vom Arbeitsamt erhält und an der Budapester Oper als Souffleur engagiert wird. Auf der Bühne soll er, eingezwängt in eine Holzkiste, den Text von Puccinis Turandot vorsagen, obwohl er kein Wort Italienisch versteht. Moritz’ Geschichte wird zum Thriller, als der geheimnisvolle Fremde Tobias Keller in Erscheinung tritt und ihn zu verfolgen beginnt. Er überwacht jede seiner Bewegungen. Moritz’ Welt entwickelt sich im atmosphärischen Stil Kafkas und Bulgakows; Tobias Keller diskutiert mit der „Disziplinarkommission“ über den Lebensweg des Moritz Tóth, letztendlich aber über die uralten Fragen nach der conditio humana, nach dem freien Willen, moralischer Verantwortung, nach dem Unterschied zwischen Glauben und Religion.

 

 

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